Gründliche Ketten - reinigung - Honda Hornet 600 PC34 Baujahr 1998

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Ein Reinigungsbericht wie Sie eine sehr schmutzige Motorradkette fast wieder wie neu aussehen lassen können. Ein Vorher-Nacher-Vergleich am Ende dieses Berichts zeigt, dass die hier angewandte Technik bestens funktioniert. Es handelt sich höchstwahrscheinlich nicht mehr um die originale Erstausrüsterkette aus dem Jahr 1998.  Das Bike hat eine Laufleistung von ca 29.000 KM und der technische Zustand der Kette ist sehr gut, es sind so gut wie keine Abnutzungsspuren an den Zähnen von Ritzel und Kettenblatt zu sehen.

Es kommen drei verschiedene Bürsten zum Einsatz, begonnen wird mit der Kettenbürste. In einen kleinen Behälter, der gefüllt mit Petroleum ist, wird die Bürste eingetaucht und die Kette ordentlich geschrubbt. Am Anfang ist es wichtig genügend Petroleum auf die Kette zu bringen, ist diese erst einmal mit dem Mittel benetzt, genügt das schrubben alleine. 
Nun ist dieser Pinsel an der Reihe. Da die Felge extrem verschmutzt ist, wurde diese auch gleich mit Petroleum gewaschen, um den Dreck lösen zu können. Auch umliegende Bauteile, die vom Kettenfett verdreckt wurden, kann man super damit reinigen. Die Reinigung mit Petroleum und Bürste sollte nur mit Handschuhe gemacht werden, da man den Schmutz ansonsten nur noch schwer von den Händen bekommt. Es empfiehlt sich mehrere Pinsel zu haben, ich verwende eine für extremste Verschmutzungen an Kette und rund um den Ritzelbereich, eine weitere um Verkleidungsteile reinigen zu können und Bereiche am Motor, wo nur geringe Verunreinigungen sind.
Nachdem die Kette gesäubert wurde, habe ich mich an die starken Verschmutzungen unter dem Ritzelschutz gemacht. Hier wurde mit dem Pinsel und einer kleinen Zahnbürste gearbeitet, mit der Zahnbürste kann man etwas mehr Druck ausüben und somit hartnäckigste Kettenfettreste lösen. Es empfiehlt sich Papiertücher unterzulegen und umliegende Bauteile, die nicht mit dieser Technik gereinigt werden sollte man abdecken.

Ist der Dreck, wie auf dem vorherigen Bild zu sehen, gelöst, wird der gröbste Schmutz mit alten Tüchern und Papierrollen aufgesaugt und weggewischt. Dann mit einem scharfen Wasserstrahl die Reste abspülen und anschließend das Motorrad mit Druckluft trockenblasen. Es wird trotzdem noch einiges an verschmierten Schmutz am Motorrad sein, um diesen lösen zu können, nehme ich WD40 und ein paar Papierrollen. Der restliche Dreck wird damit abgewischt, bis alles sauber ist. Das Wasser behindert die Reinigung mit Tücher und WD40 ungemeint, die Oberfläche sollte großteils trocken sein.

Hier sehen Sie die Resultate die mit ein wenig Zeit und Ehrgeiz erreicht werden können. Auf dem Bild unten rechts ist die Kette nach einer kurzen Trocknungsfahrt innen an den Gliedern geschmiert worden. Auf dieses Motorrad wurde die letzten Jahre nie wirklich gut aufgepasst in Sachen Reinigung, darum war auch etwas mehr Zeit und Aufwand notwendig um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das Bike macht wieder einen gepflegten Gesamteindruck und wird diesen Zustand auch mit wenig Aufwand beibehalten. Ab und zu eine kleine Wäsche oder nach einer längeren Ausfahrt die Felgen, Tank und Verkleidung mit Ballistol oder WD40 sauber halten. Dadurch hat der Dreck keine Chance sich einzufressen.


Vorher-Nachher-Vergleich




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