Gründliche Ketten - reinigung - KTM 990 Supermoto Baujahr 2009

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Hier sehen Sie eine Motorradkette von einer KTM 990 Supermoto aus dem Jahr 2009, die Laufleistung beträgt ca 31.000 KM und es handelt sich um die originale Erstausrüsterkette. Der Antrieb ist stark verschmutzt und es sind hartnäckige Kettenfettreste rund um den Ritzelbereich und Bauteilen entlang der Kette. Eine Reinigung mit Petroleum und verschiedenen Bürsten ist notwendig, um den Schmutz lösen zu können. Am Ende des Beitrages sehen Sie Vorher-Nachher-Bilder, die die Effektivität der hier gezeigten Reinigungsmethode belegen.

Zum Schutz sollte der Boden mit Pappkarton oder Tücher geschützt werden, es können ansonsten unschöne Flecken entstehen, die sich nur noch sehr schwer entfernen lassen. Der erste Schritt besteht darin, den Antrieb mit der Kettenbürste und Petroleum komplett einzureiben und zu schrubben. Die drei Seiten der Bürste sind bestens dafür geeignet, den groben Schmutz in wenigen Durchgängen zu lösen. Danach kommt die Zahnbürste zum Einsatz, mit ihr gelangt man sehr einfach an die Innenseite der Kette und des Kettenblattes. Mit den beiden hier dargestellten Bürsten kann man dank der harten und kurzen Borsten sehr viel Druck ausüben, um den hartnäckigen Schmutz zu lösen.

Der Pinsel mit seinen langen und weichen Haaren ist sehr gut dafür geeignet an Stellen zu gelangen, die etwas tiefer sind. Man kann damit zwar nicht ganz so viel Druck ausüben aber dennoch lässt sich sehr viel Schmutz mithilfe von dem Petroleum lösen. 

So sehen die Stellen aus, nachdem sie mit Petroleum gepinselt und gebürstet wurden. Der Dreck ist gelöst und sollte nun mit Tücher oder alten Putzlappen so gut es geht aufgesaugt werden.

Sind alle Stellen erfolgreich gebürstet und der Schmutz gelöst, wird der Rest mit einem scharfen Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch abgespült.

Die Wasserreste werden mit Druckluft von oben nach unten abgeblasen, hier einfach das Motorrad auf einen Hauptständer oder Motorradheber geben, um so den Reifen im Stand drehen zu können, damit die Kettenglieder trockengeblasen werden.

In diesem Fall wurde der Kupplungsnehmerzylinder und der Bügel rund um das Ritzel nach dem ersten Reinigungsdurchgang abgeschraubt, um besser mit den verschiedenen Bürsten und Pinseln an die verschmutzten Stellen zu gelangen. Die einzelnen Bauteile wurden auch mit Petroleum und Zahnbürste sauber geschrubbt und anschließend vor dem Zusammenbau getrocknet und an den richtigen Stellen wieder eingefettet. Die Kette und der Bereich um das Ritzel wurden nochmals gründlich abgespült und wieder mit Druckluft getrocknet. Anschließend sollte man eine Runde fahren, damit das restliche Wasser in der Kette beseitigt wird und der Antrieb warm wird.

Zurück von der Trockenfahrt wird die Kette mit einem Tuch und etwas WD40 nochmals gesäubert um die Dreckreste und das übergebliebene Petroleum wegzuwischen. Einfach einen kleinen Spritzer auf das Tuch geben und mit etwas Druck den Schmutz lösen. Dieser Schritt ist notwendig, um dem gesamten Motorrad nach dem Waschen einen schönen Glanz zu verschaffen. Der Schmierfilm den WD40 hinterlässt, sollte mit einem trockenen Tuch abgewischt werden, damit der Staub nicht so leicht auf der frisch gesäuberten Oberfläche haften kann. Zu guter Letzt wird die noch warme Kette innen an den Gliedern mit einem Kettenspray gefettet, das Fett wandert bei der nächsten Ausfahrt von innen nach außen und die gesamte Kette ist geschmiert.


Vorher-Nachher-Bilder

Die Ergebnisse sprechen für sich, mit Petroleum lassen sich hartnäckige Verschmutzungen sehr einfach entfernen. Bei der gesamten Arbeit empfiehlt es sich Schutzhandschuhe zu tragen, der Schmutz gelang ansonsten unter die Fingernägel und lässt sich nur noch sehr schwer mithilfe Waschsand von der Haut lösen.


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